Hinterschnitt Funktion bei Tischkreissägen: Einfach erklärt

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Lesen Sie hier, was die Hinterschnittfunktion bei einer Tischkreissäge ist.

Bei Kreissägen generell und im Speziellen bei Tischkreissägen hört man immer wieder von der Hinterschnitt Funktion. Dies ist eine fortgeschrittene Funktion bzw. Technik, die man zwar nicht all zu oft benötigt, die aber durchaus Sinn macht. Hier erfahren Sie, was das ist:

Wozu braucht man die Hinterschnitt Funktion?

Wenn Sie zwei Hölzer bzw. Holzplatten miteinander verleimen, haben Sie das Problem, dass der Leim zwischen den Holzstücken Platz benötigt. Man sieht also nach dem Aushärten beim Stoß der zwei Holzplatten einen Übergang – optisch nicht besonders schön. Hier kommt die Hinterschnittfunktion ins Spiel. Bei dieser sägen Sie eine der beiden Platten ganz normal im rechten Winkel mit 90° ab. Die andere Platte sägen Sie jedoch nicht im rechten Winkel, sondern unter 89°.

Stoßen nun die Platten aneinander, berühren sich diese nun lediglich in nur einem Punkt. Der leicht öffnende Winkel ist für den Leim gedacht. Diesen sieht man aber dann nicht mehr. Sehen Sie sich dazu auch die Folgende Abbildung an – diese ist eigentlich selbsterklärend:

Hinterschnittfunktion bei Tischkreissäge

Tischkreissäge mit Hinterschnitt-Funktion?

Tischkreissäge mit Hinterschnittfunktion ansehen*

Eine Tischkreissäge mit der Hinterschnittfunktion erkennen Sie daran, dass die Winkeleinstellungen nicht nur von 0° bis 45° einstellbar ist, sondern darüber hinaus zum Beispiel von -1° bis +46° oder -2° bis +47° reicht. Wenn Sie auf der Suche nach eines Modells mit Hinterschnittfunktion sind, sollten Sie also daruf achten.

Ein Beispiel ist diese Tischkreissäge von Metabo*. Hier lautet die Angabe folgendermaßen: „Sägeblatt-Schwenkbereich: -1.5 bis 46.5°“.

Um einen sauberen Schnitt zu erhalten, ist aber nicht nur die Hinterschnittfunktion wichtig, sondern auch, dass Sie das richtige Sägeblatt haben: Welches Kreissägeblatt für welches Material?

Ihre Tischkreissäge hat keine Hinterschnittfunktion?

Dann ist das meiner Ansicht nach auch kein Beinbruch. Erstens brauchen Sie diese Funktion nicht sehr oft und wenn doch, dann gibt es einen Trick:

Legen Sie beim Sägen der Platte bzw. des Holzes, das im Winkel von 89° gekappt werden soll, einfach einen dünnen Holzstreifen (wie zum Beispiel eine Furnier) bei. Diese sorgt dafür, dass das Holz in einem anderen Winkel auf das Sägeblatt trifft, weil es ein wenig höher und damit schräg liegt.

Ob die Hinterschnittfunktion für Sie wirklich wichtig ist müssen Sie selbst entscheiden. Ich habe sie eigentlich noch nie gebraucht, arbeite aber auch viel in meiner Werkstatt herum. Beachten Sie auch, dass nicht nur Tischkreissägem, sondern auch andere Kreissägen eine Hinterschnittfunktion haben können.

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